Palaeointensity of the geomagnetic field recorded in two multilevel archaeological sites in Austria

Titel in Übersetzung: Paläointensität des Erdmagnetfeldes aus Befunden von zwei archäologischen Ausgrabungsstätten in Österreich

Daniele Thallner

Publikation: Thesis / Studienabschlussarbeiten und HabilitationsschriftenMasterarbeit

66 Downloads (Pure)

Abstract

Für die Erforschung der Entstehung sowie der zeitlichen Entwicklungen des Erdmagnetfeldes ist es notwendig, Informationen über das Verhalten des Feldes in früheren Zeiträumen zu besitzen. Diese Informationen sind unter anderem in Form von remanenten Magnetisierungen, die beim Abkühlen eines Gesteines erworben wurden, in magnetischen Mineralen gespeichert und können über paläomagnetische Methoden gemessen werden. Über die Kombination dieser Messwerte mit dem Alter der letzten Abkühlungen der Gesteine, welche über geochronologische oder archäologische Datierungsmethoden ermittelt werden, ist es möglich, aus den Daten Modelle der zeitlichen Entwicklung des Magnetfeldes zu erstellen. Diese Modelle, deren Genauigkeit mit der Menge an verwendeten Messdaten steigt, helfen umgekehrt wiederum, die Ergebnisse der geochronologischen und archäologischen Datierungen als unabhängige Messmethode zu bestätigen. Zu diesem Zweck wurden in dieser Masterarbeit Gesteinsproben von zwei archäologischen Ausgrabungen in Österreich bearbeitet. Bei der ersten Ausgrabung in Semlach/Eisner handelt es sich um eine Kaiserzeitliche Eisenproduktionsstätte in Kärnten (Cech, 2008). Hier wurden Intensitätsmessungen an Bruchstücken von drei Öfen durchgeführt. Die zweite Ausgrabung in Thunau am Kamp ist eine frühmittelalterliche Talsiedlung (Obenaus, 2015). Drei Öfen wurden hier im Zuge der Arbeit beprobt und die Richtung und Intensität ihrer Magnetisierung wurde gemessen. Weiters wurden Intensitätsmessungen an Proben von drei weiteren Öfen, sowie an Keramikscherben aus den Füllungen von vier Ofenbefunden durchgeführt. Die Intensitäten wurden über Experimente mit dem „Domain State Corrected Multispecimen"-Protokoll (Fabian and Leonhardt, 2010) sowie mit Thellier-Experimenten in der Version von Coe (1967) ermittelt. Nach einer Diskussion, ob die gemessenen Richtungen und Intensitäten das Erdmagnetfeld zur Zeit der letzten Abkühlung der Proben widerspiegelen, wurden die Messdaten in Kombination mit bereits publizierten Ergebnissen von archäomagnetischen Messungen aus Semlach und Thunau (Schnepp et al., 2015; Schnepp, 2016; Schnepp, (accepted) 2017) zur Datierung der Befunde verwendet. Abgesehen von einem Befund aus Thunau, bei dem es nicht möglich war, erfolgreiche Paläointensitätsmessungen durchzuführen, konnten mit den archäomagnetischen Datierungen die archäologischen Alter der Befunde bestätigt werden. Drei neue Richtungen und elf neue Intensitäten wurden für die Verwendung bei der Erstellung und Verbesserung von Referenzkurven des Erdmagnetfeldes ermittelt.
Titel in ÜbersetzungPaläointensität des Erdmagnetfeldes aus Befunden von zwei archäologischen Ausgrabungsstätten in Österreich
OriginalspracheEnglisch
QualifikationDipl.-Ing.
Betreuer/-in / Berater/-in
  • Schnepp, Elisabeth, Betreuer (intern)
Datum der Bewilligung16 Dez. 2016
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2016

Bibliographische Notiz

gesperrt bis null

Schlagwörter

  • Erdmagnetfeld
  • Säkularvariation
  • Archäomagnetismus
  • Paläointensität
  • Datierung
  • Thunau am Kamp
  • Semlach/Eisner
  • Österreich

Dieses zitieren