Optimizing Well Integrity Management based on Field Data and International Standards

Titel in Übersetzung: Optimierung des Bohrungsintegritätsmanagements Anhand von Feld Daten und Internationalen Standards

Elias Johannes Benedikt

Publikation: Thesis / Studienabschlussarbeiten und HabilitationsschriftenMasterarbeit

Abstract

Die Integrität einer Bohrung kann auf zwei verschiedenen Arten definiert werden. Gemäß der norwegischen Norm Norsok D-010, welche die weit verbreitete Definition enthält, bedeutet Bohrungsintegrität: „Die Anwendung technischer betrieblicher und organisatorischer Lösungen zur Verringerung des Risikos von unkontrollierter Freisetzung von Formationsflüssigkeiten während des gesamten Lebenszyklus der Bohrung“. Eine andere Definition gibt die ISO TS 16530-1: „Eindämmung und Verhinderung des Entweichens von Flüssigkeiten und/oder Gasen zur unterirdischen Formationsoberflächen ”. Um das entweichen von Fluiden zu verhindern, ist es wichtig die Integrität der Bohrung während des gesamten Lebenszyklus der Bohrung aufrechtzuerhalten. Durch die Erstellung und Implementierung eines Bohrungsintegritätsmanage-mentsystems verfügt der Betreiber der Bohrung über ein effizientes Managementwerkzeug, um die verschiedenen Aspekte der Bohrlochintegrität abzudecken und sicherzustellen. Zur Verfolgung der vom Management gesetzten Ziele wird ein Set von operativen Key Performance Indikatoren (KPIs) verwendet, welche die Entwicklung und Fortschritte der von dem Management festgelegen Zielen messen. Für das Bohrungsintegritätsmanagementsystem ist Kompetenz in mehreren Disziplinen gefragt. Einige dieser Disziplinen sind Risikomanagement, Überwachungs- und Messprogramme, organisatorische Strukturen, Datenmanagement und dgl.. In der gegenständlichen Masterarbeit wird das Bohrungsintegritätsmanage-ment der Wintershall Dea am Produktionsstandort Völkersen Gas Nord beleuchtet und eine Übersicht über die implementierten aktuellen Aspekte gegeben. Gemäß den „117 - Norwegian O&G recommended guidelines for well integrity“ ist das derzeitige Kategorisierungssystem von Bohrungen kein Ersatz für eine übergreifende Risikobewertung. Um ein Risikoerfassung zu erleichtern muss ein Tool entwickelt werden, welches die Geschichte der Bohrung in den Phasen Planung, Herstellung bis Produktion und Wartung in technisch qualitativer Hinsicht beleuchtet. Dazu wird ein Bewertungsschema entwickelt und an zehn Bohrungen in den unterschiedlichen Phasen mit einem gewichteten Punktsystem bewertet. Die Bewertungsergebnisse helfen dabei Schwachstellen in der Bohrung zu erkennen, welche sich negativ auf die Integrität der Bohrung auswirken können. Weiteres können durch diese Punktbewertungen eventuelle Zusammenhänge mit vorhanden Bohrloch Integrität Problemen dargelegt werden. Die gegenständliche Arbeit zeigt einen Weg auf, der für die ganzheitliche Risikobewertung von Bohrungen verwendet werden kann. Die Identifizierung von kritischen Bohrungen mit deren kritischen Abschnitten und Komponenten verbessert die Problem- und Versagensvorhersage von Bohrungselementen und schafft die Grundlage zur zeitgerechten Behebung bevor nicht tolerierbare Risiken auftreten.
Titel in ÜbersetzungOptimierung des Bohrungsintegritätsmanagements Anhand von Feld Daten und Internationalen Standards
OriginalspracheEnglisch
QualifikationDipl.-Ing.
Gradverleihende Hochschule
  • Montanuniversität
Betreuer/-in / Berater/-in
  • Ravi, Krishna, Betreuer (intern)
Datum der Bewilligung23 Okt. 2020
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2020

Bibliographische Notiz

gesperrt bis 07-09-2025

Schlagwörter

  • Bohrungsintegritätsmanagement
  • Scorecard
  • WIMS

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