Gold in the historic copper deposits at Flatschach, Styria

Titel in Übersetzung: Gold in den historischen Kupferlagerstätten bei Flatschach, Steiermark

Thomas Leitner

Publikation: Thesis / Studienabschlussarbeiten und HabilitationsschriftenMasterarbeit

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Abstract

Das Projektgebiet befindet sich nördlich von Knittelfeld im Bereich des Schönbergs und des Tremmelbergs im Bezirk Murtal. In diesem Gebiet wurden gangförmige Kupferlagerstätten, die an NNE-SSW bis NE-SW streichende und steil nach NW einfallende Gangsysteme in mittelgradig metmorphen Serien des ostalpinen Kristallins gebunden sind, abgebaut. Diese Vererzungen werden derzeit hinsichtlich ihrer Goldführung von Noricum Gold Ltd. neu untersucht. Im Sommer 2011 erfolgte eine mehrwöchige geologische Aufschlusskartierung im Maßstab 1:10000 mit Aufnahme der Lithologien, geologischen Strukturen und alten Bergbauaktivitäten. Anschließend folgten die petrographische Untersuchung der Hauptlithologien (Polarisationsmikroskopie im Durchlicht) und die erzmikroskopische und mineralchemische Analyse von Erzproben (Auflichtmikroskopie, EMPA Analysen). Dazu wurden 52 Erzanschliffe von historischem Material des Universalmuseums Joanneum und aus der Sammlung von Prof. W. Paar und untergeordnet von neu aufgesammeltem Material von Halden untersucht. Es werden drei paragenetische Phasen ausgewiesen, welche alle goldführend sind. Phase 1 entspricht dem primären hydrothermalen Vererzungsstadium im dem Gold mit den eisenreichen Sulfiden Chalkopyrit, Arsenopyrit und Pyrit assoziiert ist. Phase 2 umfasst Cu-reiche und Fe-arme Sulfide wie Digenit, Anilit, „blaubleibenden“ Covellin etc. Als seltenere Cu-Arsenide treten Domeykit und Koutekit auf. Gold der paragenetischen Phasen 1 und 2 zeigt ähnliche Zusammensetzung von fast reinem Gold (95% Au) bis zu Elektrum (~70% Au, ~30% Ag). Phase 3 ist durch eine sehr starke Oxidation charakterisiert und beinhaltet Hämatit, Cuprit, sowie nicht näher bestimmte Fe- und Cu-Hydroxide und -Karbonate. Gold der Phase 3 weist höhere Ag- und Hg-Gehalte auf. Die untersuchten Cu-(Au)-Lagerstätten zeigen gewisse Ähnlichkeiten mit orogenen gangförmigen Goldlagerstätten (orogenic lode gold deposits) in metamorphen Gebieten, die allerdings eine nachträgliche untypische Alteration erfahren haben. Die Bildung ungewöhlicher Cu-Arsenide mit Cu-Sulfiden (Phase 2), die Oxidation (Phase 3) und die jeweilige Mobilisation von Gold sind das Ergebnis dieser späteren Alteration, an der sowohl niedrig temperierte hydrothermale als auch supergene Prozesse maßgeblich beteiligt gewesen sein könnten.
Titel in ÜbersetzungGold in den historischen Kupferlagerstätten bei Flatschach, Steiermark
OriginalspracheEnglisch
QualifikationDipl.-Ing.
Betreuer/-in / Berater/-in
  • Raith, Johann, Betreuer (intern)
Datum der Bewilligung22 März 2013
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2013

Bibliographische Notiz

gesperrt bis 06-11-2017

Schlagwörter

  • Goldlagerstätten
  • Erz
  • Kupfer
  • Gold

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